Der Albtraum jedes Smartphone-Besitzers: Wasserschaden – Was tun und was lieber nicht?
Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, ein kurzer Sturz in die Toilette, ein verschüttetes Getränk auf dem Tisch – und schon ist es passiert: Ihr geliebtes Smartphone oder Tablet hat einen Wasserschaden erlitten. Panik macht sich breit, aber genau in diesem Moment ist es wichtig, besonnen zu handeln. Denn falsche Reaktionen können den Schaden noch verschlimmern.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten: Die größten Fehler nach einem Wasserschaden;
Einschalten oder Aufladen: Das ist der absolute Worst Case! Wenn Wasser ins Gerät gelangt ist und Sie es einschalten oder an das Ladegerät anschließen, riskieren Sie einen Kurzschluss, der die empfindliche Elektronik dauerhaft zerstört. Selbst wenn das Gerät zunächst zu funktionieren scheint, kann die Korrosion im Inneren bereits ihren zerstörerischen Weg nehmen.
Versuch, es mit einem Fön zu trocknen: Die Idee mag verlockend erscheinen, aber die Hitze eines Föns kann die internen Komponenten, insbesondere Lötstellen und Kunststoffteile, beschädigen. Zudem verteilt die Luft den Wassertropfen nur tiefer ins Innere und beschleunigt unter Umständen die Korrosion.
In Reis legen: Ein weit verbreiteter Mythos! Reis mag zwar etwas Feuchtigkeit aufnehmen, aber er ist nicht in der Lage, das gesamte Wasser aus dem Gerät zu ziehen, geschweige denn Korrosion zu verhindern. Oft bleiben feine Reispartikel in Anschlüssen stecken und verursachen weitere Probleme.
Selbstversuch, das Gerät zu öffnen: Ohne das richtige Werkzeug und Fachwissen ist es extrem riskant, Ihr Smartphone oder Tablet selbst zu öffnen. Sie könnten dabei empfindliche Kabel reißen, kleine Bauteile verlieren oder weitere Schäden verursachen. Zudem verlieren Sie möglicherweise Ihre Garantieansprüche.
Was wirklich bei einem Wasserschaden passiert: Der unsichtbare Feind
Ein Wasserschaden ist weitaus komplexer, als nur "nass werden". Es gibt verschiedene Stadien und Arten von Schäden, die auftreten können:
Kurzschlüsse: Wie bereits erwähnt, ist dies die größte Gefahr, sobald Strom durch ein nasses Gerät fließt.
Korrosion: Das ist der heimtückischste Schaden. Wasser, insbesondere salziges oder chlorhaltiges Wasser, hinterlässt Mineralien, die mit den Metallkomponenten auf der Platine reagieren. Dies führt zu einer chemischen Reaktion, die das Metall zersetzt – Rost im Miniaturformat. Dieser Prozess kann Stunden, Tage oder sogar Wochen nach dem ursprünglichen Wasserkontakt einsetzen und schreitet oft unaufhaltsam voran.
Hier sehen Sie Beispiele für Korrosion auf einer Handyplatine:
- Ausfall von Komponenten: Durch Kurzschlüsse oder Korrosion können einzelne Bauteile wie der Akku, das Display, die Kamera, Lautsprecher, Mikrofone oder sogar der Prozessor komplett ausfallen.
- Datenverlust: Einer der schlimmsten Nebeneffekte. Ist die Speicherplatine betroffen, können unwiederbringliche Fotos, Videos und Dokumente verloren gehen.
Der einzig richtige Weg: Ab zur Smartphone-Werkstatt!
Nach einem Wasserschaden gibt es nur eine wirklich sinnvolle Handlung:
- Sofort ausschalten: Falls das Gerät noch an ist, schalten Sie es umgehend aus.
- Akku entfernen (falls möglich): Bei vielen älteren Modellen und einigen Tablets ist der Akku noch entfernbar. Tun Sie dies sofort, um die Stromzufuhr zu unterbrechen.
- Äußere Flüssigkeit vorsichtig abtupfen: Verwenden Sie ein weiches Tuch, um offensichtliche Flüssigkeit auf der Oberfläche zu entfernen.
- Suchen Sie umgehend eine professionelle Smartphone-Werkstatt auf:
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